FAQ für Pädagoginnen und Pädagogen

„Schule am Bauernhof“ ermöglicht Kindern und Jugendlichen, einen landwirtschaftlichen Betrieb direkt vor Ort zu erleben. Bei einem Besuch lernen sie, wo Lebensmittel herkommen, wie Landwirtschaft funktioniert und welche Bedeutung bäuerliche Familienbetriebe für unsere Gesellschaft haben.

Je nach Hof und Angebot können Themen wie Lebensmittelproduktion, Tierhaltung, Pflanzenbau, Nachhaltigkeit, regionale Kreisläufe, Biodiversität, Forstwirtschaft oder die Arbeit auf einem Bauernhof behandelt werden.

Die Programme sind für unterschiedliche Altersstufen konzipiert – vom Kindergarten über die Volksschule bis hin zu weiterführenden Schulen. Die Inhalte werden altersgerecht auf die jeweilige Gruppe abgestimmt.

Planen Sie mindestens 3 Unterrichtseinheiten für den Lehrausgang ein. Die genaue Dauer variiert je nach Programm und Hof und kann mit der/dem Schule am Bauernhof-Anbieter:in abgesprochen werden. Manche Höfe bieten auch Ganztagesprogramme mit mindestens 6 Unterrichtseinheiten oder mehrtägige Programme (Projekttage) an.

Über die Hofsuche auf unserer Webseite können direkt mit den anbietenden Betrieben Kontakt aufnehmen:

Hof-Übersicht: Hier können Sie die Auswahl nach Bundesland, Bezirk und Themen einschränken.

Hofkarte: Durch Eingabe der Postleitzahl werden die Höfe in Ihrer Umgebung angezeigt.

Die Anmeldung erfolgt direkt bei den Schule am Bauernhof-Anbietenden. Das Kontaktformular finden Sie in den Hofprofilen auf der Webseite.

Das Angebot Schule am Bauernhof zählt zu den agrarpädagogischen Maßnahmen und wird im Rahmen des GAP-Strategieplan Österreich 2023 – 2027 aus öffentlichen Mitteln gefördert. Für Verkostungen und Materialien kann ein Kostenbeitrag eingehoben werden. Diese sind bei den jeweiligen Höfen und deren Angeboten ersichtlich.

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft verfolgt mit dieser Förderung das Ziel, möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen authentischen Einblick in die heimische Land- und Forstwirtschaft sowie deren vielfältige gesellschaftliche Leistungen zu ermöglichen. Die Angebote sollen möglichst kostenlos für die Zielgruppe sein. Finanzielle Aufwendungen der Anbieter:innen, die für die Durchführung ihres agrarpädagogischen Angebots unbedingt erforderlich sind, sind über die Förderung abgegolten. Individuelle Beiträge werden für Verkostungsaufwendungen sowie verschiedene kostenpflichtige Zusatzangebote eingehoben.

Die Kosten für die Anreise (z. B. mit dem Bus) sind von der jeweiligen Klasse bzw. Kindergartengruppe selbst zu tragen. Viele der teilnehmenden Höfe sind jedoch auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Die Förderung im Rahmen des GAP-Strategieplan Österreich 2023 bis 2027 richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 21 Jahren. Förderbar sind Besuche während der elementarpädagogischen Arbeit oder des regulären Unterrichts. Voraussetzung ist, dass der Lehrausgang auf einen Schule am Bauernhof-Betrieb als Ergänzung zum Bildungsauftrag der Einrichtung stattfindet.

Förderfähige Bildungseinrichtungen

  • Kindergärten und andere elementarpädagogische Einrichtungen
  • Volksschulen (Schulstufen 1 bis 4)
  • Schulen der Sekundarstufe I (Schulstufen 5 bis 8)
  • Mittelschulen und AHS-Unterstufen
  • Schulen der Sekundarstufe II (Schulstufen 9 bis 14)
  • Berufsschulen und Lehrlingsausbildungen
  • Berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMS/BHS)
  • AHS-Oberstufen
  • Ausbildungen für Gesundheitsberufe
  • Sonderpädagogische Einrichtungen
  • Inklusive Regelschulen

Nicht förderfähige Einrichtungen und Angebote

Eine Förderung ist nicht möglich für:

  • Kinder unter 4 Jahren (z. B. Kinderkrippen und Krabbelstuben)
  • Horte und Nachmittagsbetreuungen
  • Feriencamps und Ferienlager
  • Nachhilfeeinrichtungen und Lerncamps
  • Angebote außerhalb des pädagogischen bzw. schulischen Bildungsauftrags

Die Förderung unterstützt Bildungsangebote, die Kindern und Jugendlichen einen praxisnahen Zugang zu Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Natur und Nachhaltigkeit ermöglichen. Der Besuch am Bauernhof wird dabei gezielt in den Bildungs- bzw. Unterrichtsalltag eingebunden.

Durch die gezielte Vor- und Nachbereitung von Schule am Bauernhof-Lehrausgängen und Workshops der Seminarbäuerinnen/Seminarbauern wird das vermittelte Wissen nachhaltig verankert und langfristig bei den Kindern gefestigt. Auf der Webseite Landwissen des Bundesministeriums finden Sie eine Datenbank von geprüften Unterlagen für alle Schulstufen. Landschafftleben stellt in Kooperation mit Schule am Bauernhof und den Seminarbäuerinnen/Seminarbauern praxisnahe Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

Wir empfehlen wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und gegebenenfalls Sonnenschutz. Da die Programme überwiegend im Freien stattfinden, sollten die Kinder auf unterschiedliche Wetterbedingungen vorbereitet sein. Eine Trinkflasche und eine kleine Jause sind ebenfalls sinnvoll.

Ein Besuch am Bauernhof fördert praxisnahes Lernen und ergänzt den Unterricht durch unmittelbare Erfahrungen. Schülerinnen und Schüler entwickeln Verständnis für Landwirtschaft, Natur, Nachhaltigkeit und regionale Lebensmittelproduktion.

Ja. Die Programme orientieren sich an Bildungszielen und bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Vor- und Nachbereitung im Unterricht. Viele Themen lassen sich fächerübergreifend behandeln.

Kinder und Jugendliche erleben Landwirtschaft mit allen Sinnen, lernen Zusammenhänge besser zu verstehen und gewinnen wertvolle Einblicke in die Herkunft ihrer Lebensmittel. Das stärkt Bewusstsein, Wertschätzung und nachhaltiges Handeln.

Schule am Bauernhof ist ein Bildungsangebot, das bundeweit auf Höfen angeboten wird. Bei Schule am Bauernhof stehen aktives Lernen, praktische Erfahrungen und der direkte Austausch mit landwirtschaftlichen Familien im Mittelpunkt. Die Kinder und Jugendlichen werden selbst tätig und erleben Landwirtschaft authentisch und lebensnah. Schule am Bauernhof ergänzt den Unterricht und bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Lernzielen.

Ein Bauernhofbesuch macht Lernen erlebbar. Die Kinder und Jugendlichen entdecken Zusammenhänge zwischen Natur, Landwirtschaft und Ernährung aus erster Hand, sammeln praktische Erfahrungen und begegnen Menschen, die regionale Lebensmittel produzieren. So entsteht nachhaltiges Wissen, das weit über das Klassenzimmer hinaus wirkt.

Die Themen bei Schule am Bauernhof sind so vielfältig wie die Landwirtschaft selbst. Durch die gezielte Vor- und Nachbereitung von Schule am Bauernhof-Lehrausgängen und Workshops der Seminarbäuerinnen/Seminarbauern wird das vermittelte Wissen nachhaltig verankert und langfristig bei den Kindern gefestigt. Auf der Webseite Landwissen des Bundesministeriums finden Sie eine Datenbank von geprüften Unterlagen für alle Schulstufen. Landschafftleben stellt in Kooperation mit Schule am Bauernhof und den Seminarbäuerinnen/Seminarbauern praxisnahe Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

Das Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI) und die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik bieten Seminare, Fortbildungen und Kurse für Pädagog:innen zu den Themen Landwirtschaft, Ernährung und Konsumbildung an. Die Angebote vermitteln aktuelles Fachwissen, praxisnahe Unterrichtsideen und methodische Anregungen für die Bildungsarbeit in Schule und Unterricht.
Wir freuen uns über Ihr Feedback! Nach dem Lehrausgang können Sie uns Ihre Erfahrungen, Eindrücke und Anregungen ganz einfach über unser digitales Rückmeldeformular mitteilen. Die Rückmeldung erfolgt anonym und hilft uns dabei, das Angebot von Schule am Bauernhof laufend weiterzuentwickeln und zu verbessern. Zum Rückmeldeformular

FAQ für interessierte Bäuerinnen und Bauern

Wer Freude an der Landwirtschaft und am Umgang mit Kindern und Jugendlichen mitbringt, erfüllt bereits die wichtigsten Voraussetzungen für die Tätigkeit als Schule am Bauernhof-Anbieter:in. Ziel ist es, jungen Menschen die bäuerliche Lebens- und Arbeitswelt authentisch näherzubringen und ihnen spannende Lernerfahrungen am Hof zu ermöglichen.

Die fachliche Grundlage dafür bildet der Zertifikatslehrgang Schule am Bauernhof. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein aktiv bewirtschafteter landwirtschaftlicher Betrieb. Zudem müssen eine landwirtschaftliche Ausbildung oder entsprechende Praxiserfahrung nachgewiesen werden.

Nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs, der SVS-Sicherheitsberatung sowie eines Betriebschecks erfolgt die Aufnahme in das Projekt. Mit der Unterzeichnung des Lizenzvertrags wird der Betrieb offiziell Teil von Schule am Bauernhof und ist berechtigt, die Marke zu führen und Bildungsangebote unter diesem Qualitätszeichen anzubieten.

Der Zertifikatslehrgang Schule am Bauernhof ist die Voraussetzung, um Bildungsangebote im Rahmen von Schule am Bauernhof am eigenen Betrieb anzubieten. Er wird von den Ländlichen Fortbildungsinstituten (LFI) der jeweiligen Bundesländer durchgeführt und vermittelt das notwendige Wissen für die erfolgreiche Planung und Umsetzung von Bauernhofprogrammen für Kindergärten und Schulklassen.

Die Teilnehmer:innen erwerben sowohl fachliche als auch pädagogische Kompetenzen, um Kindern und Jugendlichen die Landwirtschaft authentisch, sicher und altersgerecht näherzubringen. Neben organisatorischen und rechtlichen Grundlagen stehen vor allem die Entwicklung eigener Programme, Kommunikation sowie der Umgang mit Gruppen im Mittelpunkt.

Inhalte des Lehrgangs

Modul 1: Rahmenbedingungen (32 UE)

  • Projektvorstellung
  • Recht und Steuern
  • Sicherheit am Bauernhof
  • Hygiene
  • Erste Hilfe
  • Kinderschutz

Modul 2: Kommunikation und Konfliktmanagement (12 UE)

Modul 3: Angebotsgestaltung (40 UE)

  • Pädagogische, didaktische und methodische Grundlagen
  • Entwicklung und Gestaltung von Bauernhofprogrammen
  • Erstellung eines individuellen Drehbuchs für den eigenen Betrieb
  • Vermarktung des Angebots

Modul 4: Abschluss (8 UE)

  • Erstellung einer schriftlichen Abschlussarbeit
  • Präsentation des eigenen Konzepts bzw. Praxistag

Zeitlicher Umfang: 92 Unterrichtseinheiten

Erlangung des Zertifikats

Für den erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Mindestens 80 % Anwesenheit
  • Positive Beurteilung der Abschlussarbeit
  • Erfolgreiche Präsentation bzw. Teilnahme am Praxistag

Betriebs- und Sicherheits-Check

Nach dem Lehrgang erfolgt die Überprüfung des Betriebs hinsichtlich der Voraussetzungen für die Durchführung von Schule am Bauernhof. Im Rahmen des Betriebs-Checks wird festgestellt, ob der Hof für den Empfang von Kindergarten- und Schulgruppen geeignet ist. Zusätzlich ist eine Sicherheitsberatung durch die SVS erforderlich. Die Sicherheitsplakette wird empfohlen. Der positive Abschluss des Betriebs- und Sicherheits-Checks ist Voraussetzung für die Aufnahme in das Projekt und die Durchführung von Schule am Bauernhof am eigenen Betrieb.

Schule am Bauernhof steht für hochwertige Bildungsangebote. Die folgenden Kriterien sorgen für ein sicheres, pädagogisch wertvolles und authentisches Lernerlebnis sowie für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots.

  • Zertifikatslehrgang Schule am Bauernhof
  • Betriebscheck nach bundesweiten Kriterien
  • SVS-Sicherheitsberatung
  • Regelmäßige Weiterbildungen der Anbieter:innen
  • Erste Hilfe Kurs
  • Hygieneschulung
  • Kinderschutzschulung
  • Evaluierung der Lehrausgänge
Die Lehrausgänge im Rahmen von Schule am Bauernhof zählen zu den agrarpädagogischen Maßnahmen und werden über den GAP-Strategieplan Österreich 2023 bis 2027 aus öffentlichen Mitteln gefördert. Die Förderung dient dazu, die Bildungsleistung der teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern abzugelten. Für Lebensmittel, Materialien oder Zusatzangebote können bei Bedarf individuelle Teilnahmebeiträge eingehoben werden.

Nähere Information und Auskünfte gibt es bei den jeweiligen Projektverantwortlichen in ihrem Bundesland.